Dienstag, 11. Dezember 2012

sie sind unterwegs


meine beiden Beiträge zur internationalen Filzausstellung "... in bewegung" des Filznetzwerks, organisiert durch Filzrausch in Göttingen.



Ich bin schon sehr gespannt, was sich die anderen Teilnehmer zu diesem Thema haben einfallen lassen.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

eine neue Tasche

davon hab ich ja neulich schon einen Ausschnitt gezeigt, und jetzt ist sie fertig:




nochmal in gross



Gefilzt hab ich sie aus Wolle vom Bergschaf (außen) und vom Manx Loaghtan (innen), die einen wunderschönen etwas knubbeligen Filz ergibt, wenn auch viel Arbeit beim Walken erfordert. Die Tasche kann mit einem Reissverschluss geschlossen werden, für den ich innen extra Laschen aus extra feiner Merinowolle im Vlies angefilzt habe, um einen nicht zu dicken aber dennoch stabilen Filz zu bekommen. Als Riemen habe ich einen Ledergürtel recycelt, der perfekt dazu passt.


Dienstag, 4. Dezember 2012

ein kleiner Ausschnitt

von meinem "Barndom"-Tuch (ein Design von Stephen West) gestrickt in drei Farbtönen meiner Walnussfärbung vom Herbst diesen Jahres

mehr dazu hier und hier


und so sieht die Wolle verstrickt aus



Mittwoch, 14. November 2012

Flechtwerk

angeregt durch den Kurs bei Charlotte Sehmisch hab ich mich weiter mit Flechtarbeiten in Filz beschäftigt und Sitzkissen gefilzt.

Zum einen aus lokaler Schafwolle, die ich gewaschen und kardiert habe. Nach dem Herstellen und Schneiden von Vorfilz konnte beginnen zu flechten:




Hier handelt es sich um Wolle von Hebriedean und Ardense Voskop. Gefilzt sieht das ganze dann so aus:




Und hier die beiden Seiten eines Kissens aus Hebriedean- und Manx Laughtan-Wolle. Dieses hat sehr sehr viel Arbeit erfordert, bis es fest verfilzt war, aber das hat sich auf alle Fälle gelohnt.






Dann noch drei farbige aus Corriedale-Wolle, die einen schönen festen, leicht haarigen Filz ergibt. Vor allem mischen sich die Farben beim Filzen sehr schön. Leider kommen die Farben auf den Fotos gar nicht gut raus, aber besser ging es nicht, vor allem nicht die beiden roten. Sollte es doch noch gelingen, werde ich die Bilder hier austauschen.





Auch wenn das Verarbeiten von Rohwolle einige Arbeitsschritte mehr erfordert, macht es mir viel mehr Spass. Und auch aus ökologischer Sicht es ist sicherlich lohnenswert, die Wolle lokaler Schafhalter zu verwenden. Und die Ergebnisse sprechen für sich, finde ich.






Montag, 29. Oktober 2012

das Mergellandschaf



Das Mergelland-Schaf ist ein großes ungehörntes Schaf dessen Kopf lang, schlank und gefleckt ist. Auch der Rumpf ist lang und schmal, aber muskulös. Die Färbung der Wolle ist zwischen weiß und hellgelb. Die Wolle ist lang und gewellt und zeichnet sich angeblich durch leichte Verspinnbarkeit aus. Das Mergelland-Schaf ist fruchtbar und besitzt eine gute Fleischqualität. Es ist nicht anspruchsvoll und kann sich gut auf dem kargen, felsigen Boden bewegen.

Im Länderdreieck von Belgien, Holland und Deutschland ist der Boden karg. Dies wird bedingt durch den Mergeluntergrund. Auf diesem Mergelland wurde das Mergelland-Schaf gehalten, das durch seine spezielle Fressweise die Landschaft pflegte. Es zupft mit kurzen, vertikalen Kopfbewegungen nur den obersten Teil der Pflanze ab und reißt sie nicht, wie andere Rassen, mitsamt der Wurzel aus. In den Gebieten des Hohen Venns etwa gab es im 18. Jahrhundert große Schafherden, die das karge Gras- und Heideland als Weiden nutzen konnten.  Die Schafeversorgten die Bauern nicht nur mit Fleisch und Wolle, sondern vor allem auch mit Mist, um die kargen Böden zu düngen. Mit dem Aufkommen des Kunstdüngers musste das Mergellandschaf Platz machen für Rassen, die wirtschaftlich interessanter waren.

Dass die Rasse heute noch existiert ist vor allem der niederländischen Vereinigung "Oos Mergeland Sjaop" zu verdanken.


Vom Mergellandschaf ich letzte Woche ein paar Vliese bekommen. Teilweise ist die Wolle schon sehr verfilzt und somit zum Spinnen ungeeignet, aber vielleicht lässt sie sich ja für Filzprojekte nutzen.



Ich habe schon einen kleinen Teil gewaschen, muss sie noch kardieren und spinnen. Sie fühlt sich sehr weich an, hat aber irgendwie keinen "Griff", ich weiss nicht wie ich das beschreiben soll, fast wie Merino. Mal sehen, wie sie mir fertig gesponnen gefällt.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Eindrücke vom Workshop Oberflächenstrukturen

mit Charlotte Sehmisch bei Filzrausch in Göttingen. Es war ein klasse Wochenende, lauter nette Frauen, eine tolle Lehrerin, ich habe viel gelernt und den Kopf voller Ideen.

Die Arbeiten müssen noch weiter gewalkt werden, was ich ja auch zuhause tun kann. Die Zeit im Kurs war mir dafür zu wertvoll.





Donnerstag, 11. Oktober 2012

nochmal Walnuss


denn ich habe weiter gefärbt.


Die Vorgehensweise habe ich ja schon in meinem vorigen Beitrag zu den beiden unteren Wollsträngen beschrieben. Der obere helle Strang wurde im 3. Zug gefärbt.

Für die Stoffe (von oben nach unten Seide mit Metall, Chiffon und Wolletamine) habe ich ein extra Farbbad angesetzt. Ich werde sie fürs Nunofilzen nehmen.

Eine Kaltfärbung habe ich auch noch angesetzt. Dazu später mehr.


Freitag, 5. Oktober 2012

Walnuss (Juglans regia)

Dem stürmischen Wetter hier ist es zu verdanken, dass die Nüsse endlich von den Bäumen fallen und ich die noch frischen grünen Schalen (also die Hüllen, die die Nuss umgeben) in grösseren Mengen einsammeln kann. Man sollte die Schalen verwenden, solange sie noch grün sind und nicht schon braun geworden sind, was sehr schnell geht. Man kann sie auch einfrieren, wenn man nicht genug auf einmal zusammen bekommt.

Die Schalen habe ich etwas zerkleinert und über Nacht in Regenwasser eingeweicht. Für den dunklen Strang habe ich dann die Wolle einfach zu den Schalen in den Topf gegeben, alles zusammen erhitzt und dann  eine Stunde lang gefärbt. Für den helleren zweiten Zug habe ich die Schalen abgesiebt, in einen Färbebeutel gegeben und zusammen mit der Wolle  wieder eine Stunde bei ca. 80 Grad gefärbt. Die Wolle wird nach dem Färben erst getrocknet und danach ausgespült.


Da die grünen Walnussschalen reichlich Gerbsäure enthalten, ist eine Vorbeize nicht notwendig.Kaltfärbung mit Walnussschalen will ich auch noch ausprobieren, falls ich noch genügend finde, denn dazu man braucht eine große Menge.

Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass es ratsam ist, Handschuhe zu tragen, wenn man die Schalen zerbricht oder die gefärbte Wolle ausdrückt. Hätte ich besser auch machen sollen...

Donnerstag, 4. Oktober 2012

1,4 kg Wolle

sollten reichen für einen warmen Winterpullover.

Gesponnen hab ich sie auf meinem Moswolt M1, das erste grössere Projekt auf diesem Spinnrad. Die Wolle stammt von diesen Schafen der Rasse Lovenaar.


Freitag, 28. September 2012

Erlenzapfen (Alnus glutinosa - Schwarzerle)

Irgendwo im Internet auf einer niederländischen Seite hab ich gelesen, dass man mit den noch grünen weiblichen Erlenzapfen im Herbst färben kann.

Also hab ich den Spaziergang mit dem Hund in ein Feuchtgebiet verlegt, wo viele Schwarzerlen wachsen, so dass ich schnell eine kleine Tüte Zapfen beisammen hatte.

Diese hab ich über Nacht in Regenwasser eingeweicht, zwei Stunden gekocht und dann damit gefärbt.

Ein warmes goldgelb ist das Ergebnis.



Dienstag, 25. September 2012

Skudde

Im Sommer schon habe ich zwei Vliese von der Skudde gakauft, eigentlich zum Spinnen. Eines davon war stellenweise schon verfilzt, und so habe ich es jetzt einfach weitergefilzt zu einem kleinen wilden Fell.





Samstag, 22. September 2012

ein Tuch

soll es werden, und zwar das Barndom von Stephen West, zu fnden und kaufen bei ravelry.



Dafür verstricke ich meine mit Schilfblüten in drei Grüntönen gefärbte Wolle. Die Anleitung ist bis jetzt gut verständlich und das Stricken macht viel Spass.

Freitag, 14. September 2012

wieder mal grün

und doch ganz anders.

Bei der ganzen Rohwollverarbeitung und Pflanzenfärberei habe ich so richtig Lust auf knalligere Farben und wilderes Spinnen bekommen, und das ist dabei entstanden:







Zwei Stränge von insgesamt 330 g. Was daraus wird weiss ich noch nicht. Ein Cowl vielleicht?

Donnerstag, 13. September 2012

Salbei (Salvia officinalis)

aus meinem Garten habe ich für die nächste Färbung genommen. Und wie immer die Sockenwolle kaltgebeizt.

Hier mein Ausgangsmaterial, etwas kleingeschnitten:



Der gelbgrüne Strang wurde im 1. Zug gefärbt, die Färbung im 2. Zug habe ich mit Eisenwasser nuanciert. Dieser ist fast grau, da ich vermutlich etwas zu viel Eisenwasser genommen habe, aber ich finde die Farbe in Kombination mit dem gelbrünen Strang ganz toll. Leider gibt das Foto die Farben nicht richtig gut wieder.



Dienstag, 11. September 2012

Dienstag, 4. September 2012

Schilfblüten (Phragmites australis)

habe ich schon letztes Jahr Ende Juli gesammelt und getrocknet. Die Sockenwolle wurde kaltgebeizt und dann gefärbt.



Der mittlere Strang wurde im 1. Zug gefärbt (stimmt nicht ganz, erst habe ich ein kleines Stück Seide gefärbt), der helle im 2. und der ganz dunkle im 3. und dann mit Eisenwasser nuanciert.

Bei dem helleren Stoff handelt es ich um Etamine de laine, bei dem kräftig grünen um Seidenchiffon. Eigentlich hatte ich gehofft, dass die Wolle auch so schön kräftig grün wird wie die Seide. Ob es daran liegt, dass ich erst die Seide gefärbt habe?




Dienstag, 28. August 2012

nochmal Ampfer, diesmal das Kraut

habe ich für die nächste Färbung genommen.

Der gelbgrüne Strang wurde im 1. Zug gefärbt, der grüne im 2. Zug und dann mit Eisenwasser nuanciert.



Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und werde die Färbung sicher wiederholen.


Samstag, 25. August 2012

Ampfersamen

vom Stumpfblättrigen Ampfer (Rumex obtusifolius), vermute ich, habe ich für meine nächste Färbung gesammelt.




350 g für 100 g Sockenwolle haben ein schönes tiefes Goldgelb ergeben. Wie immer wurde die Wolle kalt gebeizt.


Donnerstag, 23. August 2012

Rainfarn (Tanacetum vulgare)

habe ich vor einigen Wochen gesammelt und getrocknet. Er war zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig aufgeblüht.

Hier die Ergebnisse:



Der obere Strang wurde um 1. Zug gefärbt und dann mit Eisenwasser nachbehandelt. Der untere wurde im 2. Zug mit einem neuen Färbebeutel gefärbt.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, und die Wolle duftet!


Mittwoch, 22. August 2012

Rindenfärbung mit Silberlinde (Tilia tomentosa)

Hier das Ergebnis der Rindenfärbung mit Silberlinde auf Sockewolle. In meiner Nachbarschaft hat die Stadt einige dieser Bäume gefällt, und ich hab schnell ein paar Äste mit nach Hause genommen, bevor am nächsten Tag alles gehäckselt wurde.


Der obere Strang wurde ohne Beizen gefärbt, den unteren habe ich über Nacht in Kaltbeize gelegt.

Zusammen gefallen mit die beiden Farbtöne nicht, aber in Kombination mit einer anderen Farbe mag ich sie.


Dienstag, 21. August 2012

über ein Kilo Wolle

der Rasse Lovenaar wartet kardiert in einer Kiste um gesponnen zu werden. Hab mir ja vorgenommen jeden Tag 100 g zu spinnen, aber das schaffe ich gerade nicht. Dazu ist es immer noch viel zu warm. Und mein Moswolt ist ja auch nicht gerade der Porsche unter den Spinnrädern.


Montag, 20. August 2012

Weinblätter im 2. Zug

mit Eisenwasser nuanciert haben bei meiner Weinblattfärbung ein schönes Olivgrün, beinahe Grau, ergeben. Die Färbung ist leider etwas ungleichmässig.



Sonntag, 19. August 2012

Weinblätter (Vitis vinifera)

aus dem Garten habe ich für meine erste Pflanzenfärbung auf 100 g Sockenwolle genommen.

das Ausgangsmaterial


Das Ergebnis ist ein schönes gelbgrün, wie immer in Wirklichkeit schöner als auf dem Foto




und gefüllt sind sie ein tolles Essen bei diesen hochsommerlichen Temperaturen über 30°

Samstag, 18. August 2012

diese handgefilzte Tasche

ist momentan meine Lieblingstasche.

Sie ist aus Bergschafwolle gefilzt. Leider haart der Filz etwas, vielleicht bessert sich das ja noch.




inspiriert durch dieses schöne Exemplar